Unicon X in Beijing

1.-8. August 2000

Der Platz des Himmlischen Friedens

Zu Deutsch: 10. Einrad-Weltmeisterschaft in Peking, China. Und Vanny war dabei: Thomas, Frank, Peter, Christian, Philipp, Milena, Sonja, Linda und Sabine, Richard, Gisela und Ulrike als Betreuer. Dank Peters guter Organisation wurden die Einräder in Kartons gepackt und einige Tage vor der Abreise zum Frankfurter Flughafen gebracht. Dort wurden sie in einen Container geladen und kamen gemeinsam mit uns in China an...

Das Fahrrad - das in China am weitesten verbreitete Transportmittel   Typischer chinesischer Markt

Wir wohnten mit fast allen Einradfahrern zusammen in einem Hotel mit etwa 20 Etagen. Übrigens waren die Aufzüge vor lauter Einrädern fast immer verstopft! Zum Frühstück gab es chinesische Kost vom Feinsten (undefinierbar, unerkennbar und für uns fast unessbar) oder - in Rücksichtnahme auf die weit hergereisten Langnasen - Schwabbelbrot mit Zuckermarmelade. Auf den Straßen Pekings konnten wir uns mit Händen und Füßen etwas zu Essen aussuchen - Englisch konnte leider keiner.

     Normaler Straßenverkehr

Anschließend hatten fast alle Durchfall. Außer Philipp. Sein Rezept: Das schärfste Essen und viel Bier dazu... Doch man gewöhnt sich an alles und nach 2 Wochen hat sogar schon einiges geschmeckt (z.B. die Spaghetti, die auf der Straße aus einem Klumpen Teig geschleudert wurden!).

Eröffnung der Weltmeisterschaft   Kleine Japanerinnen bei ihrer Kür

Nun zum Einradfahren: Draußen waren es etwa 40°C, doch man dachte: "oh ist es hier schön kühl", wenn man aus der Halle rauskam, in der wir zum Glück Hockey spielen konnten, nachdem einige LaHiMos die Tore selbst gebaut hatten - die chinesischen Organisatoren fanden Hockey nicht so wichtig, dass man Tore braucht... Unsere Mannschaft bekam den zweiten Platz in der Vorrunde und musste dann gegen LaHiMo II spielen. Doch leider stand uns in der Verlängerung Fumi ziemlich im Weg, denn er hat alle unsere Schüsse beim 6,50-Schießen gehalten! Wir sind damit ausgeschieden und irgendwo zwischen Platz 5 und 8 gelandet. LaHiMo I wurde mit 23:2 gegen die USA Weltmeister im Einradhockey (darunter auch Philipp und Christian als Coach)!

Sportplatz mit unserem Hotel im Hintergrund   Sonja bei der Siegerehrung

Bei den Rennen haben wir mitgemacht, aber die Chinesen waren schneller: sie trampelten wie Nähmaschinen. Dafür waren wir (bzw. Sonja) langsamer: im Langsamfahren. Sie wurde Weltmeisterin mit 52 Sekunden! Insgesamt bekamen wir 6 schöne Medaillen (siehe Erfolge).

  Die Cinesische Mauer

Es gab einen Ausflug zur chinesischen Mauer und alle Einradfahrer durften auf der Mauer "fahren" - die meisten mussten schieben, denn Trial war damals noch nicht so modern. Zuerst mussten die Einräder jedoch eine unendlich lange Treppe hinauf geschleppt werden, denn die Mauer steht auf Bergen. Es gab zwar einen Sessellift, doch wir sahen die Mauer schon von unten und dachten, so weit kann das doch nicht sein... Anschließend waren wir noch nasser als beim Hockey.

Milena, Linda und Sonja vor dem Henkel-Stein auf der Chinesischen Mauer   Einrad auf der Mauer   

Es war eine sehr tollle und interessante Reise, die sich in jedem Fall gelohnt hat!!!!!!