Unicon XI in Seattle
25. Juli - 2. August 2002

Diesmal war die Einradweltmeisterschaft in Seattle, USA. Ca. 100 Einradfahrer (von uns waren Philipp, Christian, Peter, Anna, Benedikt, Grischa, Milena und Sonja mit) waren in einer Skihütte außerhalb von Seattle untergebracht. Morgens wurden wir ziemlich früh mit einem Bus abgeholt und erst nachts wieder zurück gebracht. Tagsüber sind wir auf alle Arten Einrad gefahren: Einradhockey, Einradbasketball, Coasting, Gliding, Trial, Muni , Küren, Rennen, Langsamfahren, Hoch- und Weitsprung und so weiter.

Die Hockeyspiele fanden in einer winzigen Halle statt, die ein amerikanisches Stückchen von den anderen Hallen entfernt war. Als spät nachts Vor- und Zwischenrunde entschieden waren, haben wir erfahren, dass kein Bus zurück fuhr. Außerdem gab es in der Hockeyhalle keine Duschen und die Haupthalle war schon geschlossen. Es gab also klatschnasse Spieler von 8 Mannschaften, zwei Duschen in einer Skihütte ca. 100 km entfernt und viel zu wenige Autos... Daraufhin bot uns der Organisator Tom an, in seinem Swimmingpool zu baden... irgendwie kamen wir auch zurück in die Skihütte. Danke an die Taxifahrer Peter und Ulrike und Georg!
Wir durften nochmal Hockey spielen, und zwar in der großen Halle um den dritten Platz gegen Bochum. Wir unterlagen ihnen aber leider mit 12:4 und wurden vierter.

Sonja und Milena haben geschafft, jeweils ein Twice, ein 24er und ein 20er in einen Koffer zu packen. So konnten sie ihre seit einem halben Jahr einstudierte Kür mit Twice vorführen. Nachdem sie sich einen ganzen Tag verrückt gemacht und eingefahren hatten, wurde der Zeitplan geändert und ihre Kür auf den nächsten Tag verschoben. So konnten sie sich noch einmal verrückt machen bis sie endlich dran waren. Sie bekamen den 4. Platz in ihrer Altersgruppe - vor einigen Bottropern!

Um den Weltrekord von 1 min und 2,65 sec beim Langsamfahren zu akzeptieren, mussten die Amis extra eine Kamera herbeischaffen... denn bei Sonjas erstem Versuch mit mehr als einer Minute meinte der Schiedsrichter, sie sei verbotener Weise stehen geblieben. Aber die Zuschauer (Japaner, Belgier und Peter) meinten das nicht und protestierten mit Erfolg. Sie durfte nochmal, jedoch mit Kameraüberwachung. Ergebnis: 53 sec. Das war ein Weltrekord. Doch danach hatte sie noch ihren 2. Versuch und übertraf sich selbst. Ergebnis: eine Goldmedaille!
Wir haben natürlich auch noch an anderen Disziplinen teigenommen. Siehe auch "Erfolge"!

Es gab eine Supertortenverleihungsparande... ach nein, eine Siversauvesterleinstörtchenparade... oder so, also jedenfalls eine Seafair Southwest Airlines Torchlight Parade, auf die wir uns ca. 4 Stunden in der prallen Sonne "vorbereiten" mussten: bitte stillsitzen zwischen den weißen Linien. Dann ging es in rasendem Tempo los: man brauchte deutlich mehr als eine Minute für 10m. So langsam konnte selbst Sonja nicht fahren. Doch bald wurde es besser und hat richtig Spaß gemacht. Diese Parade war wohl eine Art Volksfest: alle Bewohner haben ihre Möbel an den Straßenrand gestellt und es sich so richtig gemütlich gemacht, um der Parade (Tanzmariechen, Karnevalswagen, Polizeimotoradküren und eben auch Einradfahrer) zuzusehen. Die Zuschauer waren sehr begeistert und Einradfahren ist in Seattle richtig berühmt geworden!

Es war sehr schön und auf dem Rückflug konnten wir nur noch schlafen...